This is where the Hutterite project began in 2007
Hier begann das Huttererprojekt in 2007

2007 begann das Übersetzungsprojekt für die Hutterer in Nordamerika. Die Anfrage erging an uns bereits im Sommer 2006, als wir noch in Papua waren. Damals wussten wir noch nicht einmal, wer die Hutterer überhaupt sind, aber inzwischen haben wir einiges dazu gelernt. Als die Hutterer in die Präriestaaten Nordamerikas ausgewandert sind, siedelten sie sich in drei Gruppen an, die auch heute noch so existieren: die Schmiedeleut, die Darisuleut und die Lehrerleut.

Die Hutterer haben ihre Wurzeln in der Wiedertäuferbewegung aus dem 16. Jahrhundert. Damals schlossen sich Menschen aus tiefster geistlicher Überzeugung und oft unter Lebensgefahr dieser Bewegung an. Sie wurden von beiden Kirchen schwer verfolgt, wurden Flüchtlinge und viele starben einen Märtyrer-Tod. Heute hat sich die Situation allerdings verändert, und viele Hutterer Kolonien, bzw. Gemeinden, haben ein ähnliches Problem wie unsere Landeskirchen in Deutschland. Man tritt der Kirche nicht mehr aus Glaubensüberzeugung bei, sondern wird einfach in die Kirche hinein geboren. Aus geistlicher Sicht gesehen produziert ein solches System natürlich jede Menge „Karteileichen“, und so ist das bei den Hutterern auch.

Es gibt unter den Hutterern eine große Anzahl gläubiger Christen, deren Herzenswunsch es ist, ein geheiligtes Leben in der Nachfolge Jesu zu führen, aber es gibt eben auch eine ganze Reihe, die das alles nicht so ernst nehmen, und eben einfach nur durch Geburt „Kulturhutterer“ sind.

B&M
1. Korinther 9,20ff

Befürworter und Unterstützer an einer Bibel auf Hutterisch finden wir vor allem in der erstgenannten Gruppe. Leider gehören einige leitende Hutterer jedoch zu der zweiten Gruppe, und die stehen dem Projekt mit Argwohn oder Ablehnung gegenüber, sodass unserem Hauptübersetzer sogar verboten wurde mit uns weiterzuarbeiten. Inzwischen haben wir zwar wieder neue Mitarbeiter gefunden, veröffentlichen jedoch nicht mehr deren Namen in unseren Rundbriefen noch von welchen Kolonien sie kommen. Es gibt auch eine große Anzahl von Ex-Hutterern, die die Kolonien aus verschiedenen Gründen verlassen haben, und die ebenfalls eine gute Hilfsquelle für uns sind.

Wegen diesen besonderen Umständen, arbeiten wir vorerst an der Veröffentlichung einer Hörbibel, weil wir dafür momentan mehr Unterstützung als für gedruckte Version haben. Inzwischen ist der zweite Entwurf für das Neue Testament auf Hutterisch abgeschlossen und wir sind dabei, an der endgültigen Version zu arbeiten, die dann das Manuskript für die Tonaufnahmen werden soll. Wie es im Moment aussieht, werden wir das gesamte Projekt wahrscheinlich Ende 2018 abschließen können. Das Matthäus- und Markusevangelium liegen bereits als Hörbuch vor, aber noch nicht in der endgültigen Version. Hier eine Hörprobe aus dem Markus Evangelium.

HUT 1405-03
MegaVoice Gerät für Hörbibeln

Für die Verteilung wollen wir dann später ein speziell dafür hergestelltes Gerät verwenden. (Moderne Geräte wie CD- oder mp3-Player sind in vielen Kolonien nicht erlaubt.) Das digitale Abspielgerät, das wir verwenden wollen heißt „MegaVoice“ und ist bereits in vielen Ländern im Einsatz. Das Besondere daran ist, dass die Audiodateien fest auf einen Chip gebrannt und somit nicht mehr verändert werden können. Außerdem kann das Gerät auch mit Sonnenenergie betrieben werden und ist auch noch Spritzwassergeschützt.

 

 

Huttererbesuch im Mai

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